Handy liegt in einem Körbchen, im Hintergrund ist unscharf eine Frau zu erkennen, die entspannt auf der Coach ein Buch liest.

Digitale Erschöpfung1

Digitale Erschöpfung ist ein physischer, kognitiver und emotionaler Erschöpfungszustand, der durch den ständigen Gebrauch digitaler Technologien entsteht. Schlussendlich führt das dazu, dass wir niemals komplett abschalten können. 

Sie entsteht aufgrund verschiedener Faktoren. Durch unser Smartphone sind wir immer und überall jederzeit erreichbar. Ständig schauen wir nach, was es Neues gibt. Auch auf der Arbeit verwenden wir häufig digitale Techniken und Hilfsmittel. Selbst wenn diese uns Prozesse und Kommunikation erleichtern, kann die sukzessive Vermischung von Arbeits- und Privatleben zu Stress führen. Zusätzlich können wir durch soziale Netzwerke Druck verspüren, da wir beobachten können, was andere Menschen erleben oder besitzen. Wir haben das Bedürfnis, damit Schritt zu halten, doch Soziale Medien spiegeln nicht 100 % die Realität wider. Ein weiterer wichtiger Punkt, der zu digitaler Erschöpfung führen kann, ist die Schnelllebigkeit und die ständige Veränderung digitaler Prozesse. Was heute neu ist, ist in kurzer Zeit überholt. Dieses Gefühl des „nicht mehr Hinterherkommens“ kann für unseren Geist ganz schön stressig sein. 


Doch wie lässt sich die digitale Erschöpfung verhindern? Damit Sie entspannt bleiben können, haben wir ein paar Tipps für Sie:

  • Bewusstsein entwickeln: Bevor die digitale Erschöpfung als Problem behandelt werden kann, muss sie auch als solches erkannt werden. Fragen Sie sich ehrlich, wie Sie sich im Umgang mit digitalen Hilfsmitteln fühlen, wie Sie sie verwenden und ob Sie sich Veränderung wünschen. Falls Sie sich unsicher fühlen: Fragen Sie um Hilfe! Kinder, Enkel oder auch Angebote Ihrer Gemeinde oder Stadt können Sie dabei unterstützen.
  • Nutzung lernen: Falls Sie das Gefühl haben, Sie nutzen zu viele digitale Funktionen: Setzen Sie sich klare Zeitlimits, wie lange Sie die digitalen Helfer nutzen möchten. Natürlich brauchen Sie die Technik vielleicht zur Arbeit oder als Unterstützung. Diese Limits gelten für den Bereich Ihrer Möglichkeiten. Versuchen Sie in Ihrer Freizeit nicht ständig aus Langeweile auf den Bildschirm zu schauen.
  • „Digital Detox“ (Bewusster Verzicht auf digitale Medien) praktizieren: Versuchen Sie nach Möglichkeit komplett auf digitale Medien zu verzichten. Dies muss nicht ein kompletter Tag sein, wenn es nicht möglich ist. Das kann auch am Abend geschehen oder mal über einen Tag im Urlaub.

Cognitive Offloading (Deutsch: Kognitive Entlastung) – Wenn wir das Denken auslagern

Dieser Begriff beschreibt die zunehmende Tendenz, kognitive Aufgaben an externe Werkzeuge abzugeben, anstatt sich auf das eigene Gedächtnis zu verlassen. Ob Taschenrechner, Routenplaner, digitale Einkaufszettel oder die moderne Künstliche Intelligenz (KI) – wir lagern unser Denken aus.

Aus evolutionärer Sicht ist dieses Verhalten völlig logisch, da unser Gehirn darauf programmiert ist, so viel Energie wie möglich einzusparen. Natürlich schafft diese Entlastung freien Platz für andere Aufgaben. Dennoch birgt das dauerhafte Auslagern Risiken für unser Denkvermögen und unsere kritische Urteilskraft.
Gerade im Zeitalter der KI zeigen Studien, dass unsere Fähigkeit zu kritischem und eigenständigem Denken spürbar nachlassen kann, wenn wir digitalen Anwendungen blind und ohne Reflexion vertrauen. So kann ein Teufelskreis entstehen, in dem das Gedächtnis mangels Training immer träger wird.2

Digitale Anwendungen können selbstverständlich auch sinnvoll sein. Ob Sie nun mit Verwandten und Freunden über Video telefonieren, Spiele spielen, sich auf Facebook die Zeit vertreiben oder eine Wegbeschreibung zum Restaurant abrufen – eine App macht vieles möglich. Lesen Sie hier mehr dazu, welche digitalen Alltagshelfer Sie zusätzlich unterstützen können.

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Quellen:
¹ Mai, J. (2025, 29. Januar). Digitale Erschöpfung: Symptome, Ursachen und was hilft. Karrierebibel. https://karrierebibel.de/digitale-erschoepfung/
2 Stangl, W. (2025). Cognitive Offloading. Lexikon für Psychologie und Pädagogik. https://lexikon.stangl.eu/41435/cognitive-offloading


Sie lieben laue Sommerabende, das warme Gefühl von Sonne auf der Haut und den typischen Duft nach Sonnencreme auch so sehr? Wir zeigen Ihnen schon jetzt, wie Sie sich das Urlaubsgefühl ganz einfach nach Hause holen und noch ein bisschen festhalten. 

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