Fragen rund um das Gedächtnis:
Expertin Dr. Merkel im Interview


Was lässt sich im Alltag für aktive graue Zellen tun? Und deutet Vergesslichkeit immer auf eine Demenz hin? Die Abonnenten und Abonnentinnen unseres Gedächtnis-Newsletters MerkMal haben uns ihre wichtigsten Fragen rund um das Gedächtnis geschickt – und wir haben bei einer Expertin nachgefragt: Dr. Nina Merkel ist Neuropsychologin am Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt. Parallel dazu forscht sie am Ernst-Strüngmann-Institut für Neurowissenschaften in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Wolf Singer zu Veränderungen neuronaler Prozesse im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen.

Im Interview erklärt sie, warum wir mit der Zeit vergesslich werden, und gibt Tipps für ein gesundes und leistungsfähiges Gehirn:

Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol und Drogen sind nachteilig fürs Gehirn und Gedächtnis. Auch ungesunde Ernährung und zu wenig Schlaf sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Vergesslichkeit ist normal. Egal in welchem Alter. Natürlich ist auch, dass die Vergesslichkeit mit steigendem Alter zunimmt. Eine Demenz entwickelt man nicht von heute auf morgen. Zudem muss nicht jede Vergesslichkeit auf eine Demenz zurückzuführen sein. Für Vergesslichkeit gibt es auch noch andere Ursachen, z. B. Flüssigkeitsmangel, Stress oder andere Erkrankungen. Wichtig ist es, auf erste Symptome zu achten und seinem Gedächtnis frühzeitig genug Aufmerksamkeit zu schenken.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn man sich oder andere in Gefahr bringt, weil man z. B. vergisst, den Herd auszumachen oder sich wiederholt verläuft und die Orientierung verliert. Da sollte man dann bei sich und Angehörigen aufmerksam werden. Es lohnt sich aber immer, etwas für das Gedächtnis zu tun: ein vitaler Lebensstil kann sich positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken.

Ab und zu etwas zu vergessen, z. B. die Milch beim Einkaufen oder den Schlüssel zu verlegen, ist sicher normal. Oder mal länger überlegen zu müssen, bis einem ein Name oder Wort wieder einfällt. Aufmerksam sollte man werden, wenn diese Gedächtnisaussetzer sehr häufig auftreten oder noch andere Gedächtnisschwierigkeiten hinzukommen.

Oft sind es die Angehörigen, die bemerken, dass die Vergesslichkeit nicht mehr normal ist. Wie gesagt, ein wichtiger Punkt ist, ob man sich oder andere gefährdet durch seine Vergesslichkeit. Das wäre ein klarer Hinweis darauf, dass die Vergesslichkeit nicht mehr im ‚akzeptablen‘ Rahmen ist und man sich untersuchen lassen sollte.

Ein weiterer Punkt ist eine Überforderung im Alltag. Wenn man das Gefühl hat, dass das alltägliche Leben sich als sehr schwierig gestaltet, weil man z. B. nicht mehr in der Lage ist, einzukaufen, weil man ständig Termine vergisst, weil man unglaublich lange für die Erledigung von Dingen braucht, weil sie einen schlicht weg überfordern... dann sollte man hellhörig werden.

Merkt man wiederholt, dass man Probleme hat, den Ort, an dem man sich befindet oder die Zeit (z. B. welches Jahr oder welche Jahreszeit gerade ist) richtig einzuordnen, ist das definitiv ein Warnhinweis.

Auch Probleme beim Folgen von Gesprächen und Schwierigkeiten beim Thema zu bleiben, können, wenn sie sich häufen, auf Gedächtnisprobleme hindeuten.

Nur vergesslich? Sind Sie unsicher, wie es um Ihre grauen Zellen bestellt ist und ob Ihre Vergesslichkeit noch normal ist? Dann machen Sie hier unseren Online-Gedächtnistest! Dieser kann Ihnen helfen, Ihre geistige Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen.



Auch pflanzliche Präparate mit Extrakten aus Ginkgo biloba-Blättern können die Gedächtnisleistung unterstützen: Der hochwertige Extrakt in Ginkobil® ratiopharm fördert die Durchblutung im Gehirn, sodass die Nervenzellen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden – dies führt zu einer Steigerung von Gedächtnis und Konzentration im Rahmen des dementiellen Syndroms. Ginkobil® ratiopharm gibt es rezeptfrei in der Apotheke.


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