Risikofaktoren

Was sind die Risikofaktoren dafür, dass die Gedächtnisleistung nachlässt?

Der Alterungsprozess des Gehirns lässt sich ebenso wenig aufhalten wie der des Körpers. Auch die Ursachen einer Demenzerkrankung sind bis heute weitestgehend unbekannt, es gibt aber durchaus Lebens- und Verhaltensweisen, die sich positiv auf die Gedächtnisleistung im Alter auswirken. Britische Ärzte sind sogar der Meinung, dass durch gezielte Prävention jede dritte Demenz-Erkrankung verhindert werden könnte.

Vereinfacht kann man sagen: Was gut für den Körper ist, ist in der Regel auch gut für den Geist. Diese Faustregel gilt jedoch auch umgekehrt: Was dem Körper schadet, kann auch dem Geist schaden. Britische Wissenschaftler haben verschiedene Risikofaktoren für Demenz-Krankheiten identifiziert, deren Auftreten wir zum Teil selbst beeinflussen können.


Verschiedene Risikofaktoren für die Entstehung einer Demenz-Krankheit

Rauchen, Übergewicht und körperliche Inaktivität schaden dem Körper ebenso wie dem Geist. Beide sind auf eine gute Zirkulation von Nährstoffen und Sauerstoff angewiesen.

Weitere Risikofaktoren, die die Entstehung einer Demenz-Krankheit begünstigen, sind ein Verlust des Gehörs im mittleren Alter oder auch eine mangelnde Bildung in der Jugend – zwei Faktoren, die man nicht bzw. im Alter nicht mehr beeinflussen kann.

Es ist also leider nicht möglich, sämtliche Risikofaktoren vollständig auszuschließen; man sollte aber bestimmte Krankheiten wie Depression, hohen Blutdruck und Typ-2-Diabetes, die ebenfalls als Risikofaktoren gelten, genau beobachten und bestmöglich behandeln.


Vorbeugende Maßnahmen, die geistig fit halten

Aus der Analyse der Risikofaktoren ergeben sich vorbeugende Maßnahmen, die dazu beitragen, im Alter möglichst lange geistig fit zu bleiben.

Bleiben Sie aktiv! Körperliche Bewegung tut Ihrem Gehirn gut und macht es leistungsfähiger, da es besser durchblutet wird und die Nervenzellen gestärkt werden. Mindestens zwanzig Minuten Bewegung pro Tag sind ideal. Am besten nutzen Sie die Gelegenheiten des Alltags: Treppensteigen, Fahrradfahren, Spaziergänge und Gartenarbeit. Darüber hinaus sind Sport und Aktivitäten, bei denen Sie leicht ins Schwitzen kommen, sinnvoll: z. B. Walking, Schwimmen oder Tanzen. Hierbei geht es vor allem um Spaß an der Bewegung, nicht um körperliche Überforderung.

Wer rastet, der rostet – dies gilt für den Körper, aber auch für den Geist. Bleiben Sie neugierig, kreativ, stellen Sie sich neuen Herausforderungen und halten Sie sich geistig auf Trab. Ein aktiver und abwechslungsreicher Alltag mit Hobbys, wie Musizieren und Karten spielen, und neuen Eindrücken fördert und fordert Sie. Auch Gedächtnistrainings und das Lösen von Rätseln und komplexen Aufgaben sind sinnvoll.

Regelmäßige soziale Kontakte helfen Ihnen ebenfalls, geistig fit zu bleiben, da sie das Gehirn vielfach fordern. Neben dem Austausch mit Familie und Freunden bietet sich z. B. die Übernahme eines Ehrenamtes an.

Achten Sie zu guter Letzt auf eine gesunde und bewusste Ernährung, um das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Essen Sie viel Obst, Gemüse, Nüsse, Fisch und Olivenöl. Und ganz wichtig: Trinken Sie viel Wasser – am besten zwei bis drei Liter pro Tag.


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