Wie die Familie helfen kann

Umgang mit Gedächtnisverlust

Wenn ein Familienmitglied eine ernsthafte Gedächtnisstörung hat, können die Angehörigen bis zu einer gewissen Belastungsgrenze helfen, dass der oder die Betroffene ein so normales Leben wie möglich führen kann. Sie können der betroffenen Person helfen,

 

  • aktiv zu sein, sie zum Beispiel zum Treffen mit Freunden zu begleiten,
  • die täglichen Routinen aufrechtzuerhalten: Ihr zum Beispiel die Kleidung zum Anziehen zurechtlegen,
  • sich an die Tageszeit zu erinnern,
  • sich zu erinnern wo sie lebt,

usw.

Genauso können Angehörige den oder die Betroffene an die Medikamenteneinnahme oder an den Arztbesuch erinnern.

Viele Patienten mit Alzheimer-Demenz sind in der Lage, zu lesen: Es können große Kalender genutzt werden, um wichtige Termine einzutragen, Listen mit den Plänen für jeden Tag, Notizen über die Sicherheit im Haus, geschriebene Anweisungen wie man Haushaltsgeräte einsetzt (beispielsweise die Kaffeemaschine oder den Toaster).

ACHTUNG:
Irgendwann ist jedoch die Grenze erreicht, an der pflegende Angehörige unbedingt professionelle Hilfe brauchen und sie sollten sich im eigenen Interesse und im Interesse des Kranken keineswegs scheuen, diese zu beanspruchen.

*S3-Leitlinie Demenzen: Diese Leitlinie ist entstand aufgrund einer gemeinsamen Initiative der DGN Deutsche Gesellschaft für Neurologie und der DGPPN Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde.

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