Welttag der Dankbarkeit: Warum sich Dankbarkeit lohnt
Am 21. September feiern wir den Welttag der Dankbarkeit – ein Tag, der uns daran erinnert, die positiven Aspekte unseres Lebens bewusst wahrzunehmen und wertzuschätzen. Doch Dankbarkeit ist weit mehr als nur ein angenehmes Gefühl oder eine höfliche Geste. Die Gehirnforschung zeigt uns: Das regelmäßige Praktizieren von Dankbarkeit hat tiefgreifende und positive Auswirkungen auf unser Gehirn und somit auf unser gesamtes Wohlbefinden.1
Steigerung des Wohlbefindens2

Dankbarkeit hilft uns, den Fokus auf das Positive im Leben zu lenken. Wer häufig bewusst Dankbarkeit praktiziert, nimmt die guten Dinge bewusster wahr. Der Psychologe Philip C. Watkins beschreibt in seiner Forschungstheorie die „Amplification Theory of Gratitude“ (deutsch: „Verstärkungstheorie der Dankbarkeit“), dass Dankbarkeit ähnlich wie ein Vergrößerungsglas wirkt: Menschen, die regelmäßig Dankbarkeit empfinden, richten ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf positive Lebensaspekte, was wiederum ihr subjektives Wohlbefinden nachhaltig steigert.
Förderung sozialer Bindungen

Dankbarkeit wirkt sich außerdem positiv auf unsere sozialen Bindungen aus. Sie kann die Ausschüttung von Oxytocin fördern, einem Hormon, das für Vertrauen und Verbundenheit entscheidend ist.3 Es ist belegt: Wer sich mit anderen Menschen verbunden fühlt, lebt nachweislich glücklicher und gesünder.4
So können Sie Dankbarkeit im Alltag praktizieren

1. Das Dankbarkeitstagebuch: Ihr täglicher Moment der Reflexion
Eine der bekanntesten und effektivsten Methoden ist das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs. Nehmen Sie sich jeden Tag – idealerweise morgens oder abends – fünf bis zehn Minuten Zeit, um drei bis fünf Dinge aufzuschreiben, für die Sie an diesem Tag oder in Ihrem Leben dankbar sind. Das können große Ereignisse sein, aber auch kleine Freuden wie ein leckerer Kaffee, ein sonniger Moment oder ein freundliches Wort. Das bewusste Niederschreiben hilft, den Fokus auf das Positive zu lenken und die Erinnerung daran zu festigen.1

2. Dankbarkeit ausdrücken: Teilen Sie Ihre Wertschätzung
Dankbarkeit zu empfinden ist das eine, sie auszudrücken das andere. Sagen Sie "Danke" – und meinen Sie es auch. Ob ein kurzes Wort an den Kassierer, eine handgeschriebene Notiz an eine Freundin oder einen Freund: Das Ausdrücken von Dankbarkeit stärkt nicht nur Ihre eigenen positiven Gefühle, sondern auch Ihre Beziehungen.

3. Der Dankbarkeits-Spaziergang: Achtsamkeit in Bewegung
Verbinden Sie Bewegung mit Achtsamkeit. Gehen Sie bewusst spazieren und achten Sie dabei aktiv auf Dinge, für die Sie dankbar sein können: die Schönheit der Natur, die frische Luft, das Zwitschern der Vögel, die ausgeklügelte Architektur der Gebäude oder einfach das Gefühl Ihrer Füße auf dem Boden. Diese Übung schärft Ihre Sinne und erhöht Ihre Wertschätzung für die Umgebung.
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Quellen:
1 Lehr, Dirk; Freund, Henning (2022). Dankbarkeit fördern. In: Frank, Renate; Flückinger, Christoph (eds) Therapieziel Wohlbefinden – Ressourcen aktivieren in der Psychotherapie. DOI: 10.1007/978-3-662-63821-7_24
2 Watkins, Philip C. (2014). Gratitude and the Good Life. Conclusion: Explaining Gratitude, 241-253, DOI: 10.1007/978-94-007-7253-3_14
3 Algoe, S. B., & Haidt, J. (2009). Witnessing excellence in action: the ‘other-praising’ emotions of elevation, gratitude, and admiration. The Journal of Positive Psychology, 4(2), 105–127. doi.org/10.1080/17439760802650519
4 Algoe, Sara B. (2012). Find, Remind, and Bind: The Functions of Gratitude in Everyday Relationships. Social and Personality Psychology Compass, 6(6), 455-469. DOI: 10.1111/1751-9004-2012-00439
