Riechen, hören, schmecken, erinnern

Mit zunehmendem Alter verändert sich das Gehirn in Struktur und Funktionsweise – mit spürbaren Auswirkungen auf verschiedene geistige Fähigkeiten. Der Rückgang von Nervenzellen und ihrer Vernetzung kann sich unter anderem auf Gedächtnisleistung und Denkvermögen auswirken.1

Forschende des „Center for Mind and Brain“ der University of California (USA) zeigen jedoch, dass Sinneswahrnehmungen wie Musik diesem Prozess etwas entgegensetzen können. Das Hören von Musik löst nicht nur positive Emotionen aus, sondern aktiviert auch autobiografische Erinnerungen. Gleichzeitig spricht Musik zahlreiche Bereiche des Gehirns an. Neben dem Hörzentrum werden auch Areale für räumliches Denken, Sprache, visuelle Verarbeitung und sogar Geruchswahrnehmung aktiviert. Zudem ist das limbische System beteiligt, jener Teil des Gehirns, der Emotionen verarbeitet, und der Körper reagiert mit der Ausschüttung von Glücks- und Bindungshormonen.1

Diese enge Verknüpfung von Sinneswahrnehmung und Gedächtnis wird auch gezielt in der Betreuung von Menschen mit Demenz genutzt. Sinnesreize wie Musik, vertraute Düfte oder Geschmäcker können Erinnerungen aktivieren, die über Sprache allein oft nicht mehr zugänglich sind, und so emotionale Zugänge schaffen.1

Auch Gerüche haben eine besondere Wirkung auf unser Gedächtnis. Ein vertrauter Duft kann in Sekundenschnelle längst vergessen geglaubte Erinnerungen wachrufen, oft so lebendig, als hätte man sie gerade erst erlebt. Dieser Effekt wird als “Proust Effekt” bezeichnet. Seine genaue Ursache ist bis heute nicht endgültig aufgeklärt. Es wird jedoch vermutet, dass Gerüche deshalb so intensiv wirken, weil die Nervenbahnen der Nase, im Gegensatz zu anderen Sinneseindrücken, ohne Umweg direkt mit dem Hippocampus verbunden sind, einer zentralen Schaltstelle des Langzeitgedächtnisses.1

Haben Sie Lust, diesen Erinnerungs-Effekt gleich auszuprobieren? Die folgenden Übungen für die Küche, den Garten oder den Spaziergang helfen dabei, Reize bewusst wahrzunehmen und Ihr Gedächtnis anzuregen.


Die Gewürz-Reise

Nehmen Sie fünf Gewürze aus Ihrem Vorrat, zum Beispiel Zimt, Nelken, Rosmarin, Vanille oder Kreuzkümmel. Schließen Sie die Augen und riechen Sie nacheinander intensiv an jedem Gewürz. Fragen Sie sich, was Sie wahrnehmen und welche Bilder, Gefühle oder Erinnerungen entstehen. Vielleicht tauchen Kindheitserinnerungen auf, etwa das

Kartoffelpüree, das früher großzügig mit Muskat gewürzt wurde oder Zimt erinnert vielleicht an Omas Zimtsterne.
Gönnen Sie sich solche kleinen Momente der Achtsamkeit, sie können helfen, Erinnerungen wachzuhalten und das Leben bewusster zu genießen.


Barfußpfad im eigenen Garten

Ziehen Sie Schuhe und Socken aus und gehen Sie einige Minuten barfuß über unterschiedliche Untergründe: Gras, feuchte Erde, Rindenmulch oder glatte Kieselsteine. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit gezielt auf die Empfindungen an den Fußsohlen. Welche Oberflächen fühlen sich angenehm an? Welche wecken Erinnerungen? Vielleicht an Strandspaziergänge oder unbeschwerte Kindheitstage im Garten? 


Umweltgeräusche bewusst wahrnehmen

Gehen Sie langsam durch Ihre Nachbarschaft oder einen Park. Reduzieren Sie bewusst Ihr Tempo oder machen Sie an einem sicheren Ort, etwa auf einer Parkbank, eine Pause. Schließen Sie die Augen oder fixieren Sie einen Punkt, um visuelle Ablenkungen zu minimieren. Konzentrieren Sie sich vollständig auf die Geräusche um Sie herum: das Rascheln der Blätter, Vogelzwitschern, entferntes Hundegebell oder das Läuten einer Kirchenglocke. Welche Gefühle lösen diese Klänge aus? Entstehen Ruhe, Geborgenheit oder vielleicht auch Unruhe? Ziel ist es, den Hörsinn zu schärfen und Erinnerungen wach zu rufen.


Hinweis zur Nasengesundheit

Damit der Geruchssinn seine volle Wirkung entfalten kann, spielt die Gesundheit der Nasenschleimhaut eine wichtige Rolle. Trockene oder gereizte Schleimhäute können die Wahrnehmung von Gerüchen beeinträchtigen. Gerade in Erkältungszeiten lohnt es sich daher, bei der Wahl eines Nasensprays auf konservierungsmittelfreie Produkte zu achten, da Konservierungsmittel die Schleimhäute zusätzlich reizen können. Schonende Alternativen wie NasenDuo® können dazu beitragen, die natürliche Funktion der Nase zu unterstützen und das Riechvermögen zu erhalten.

Im Laufe des Lebens sammeln wir eine unglaubliche Vielzahl an Erinnerungen, die wir häufig am liebsten für immer im Gedächtnis behalten wollen. Doch das ist für unser Gehirn nicht möglich. Aber warum eigentlich nicht? Finden Sie mit uns heraus, woran das liegt! 

Erinnerungen behalten 


NasenDuo® Nasenspray
NasenDuo® Nasenspray Kinder
Anwendungsgebiete: Zur Abschwellung der Nasenschleimhaut bei Schnupfen und zur unterstützenden Behandl. der Heilung von Haut- und Schleimhautschäden, anfallsweise auftretendem Fließschnupfen und zur Behandl. der Nasenatmungsbehinderung nach operativen Eingriffen an der Nase. -Nasenspray 1 mg/ml + 50 mg/ml Nasenspray ist für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren -Nasenspray Kinder 0,5 mg/ml + 50 mg/ml Nasenspray ist für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren. Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
3/23.


" "

Trinken ist zwar wichtig für die Gehirngesundheit, aber auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Wir haben für Sie leckere Gerichte zusammengestellt, die Körper und Geist guttun. Guten Appetit! 

Zu den Rezepten


Quellen:
¹ Steyer, C. (2019). Sinne als Schlüssel zur Erinnerung. pta Forum. www.pta-forum.de/sinne-als-schluessel-zur-erinnerung/


MULTI-DE-08308