Älteres Paar liegt rücklinks auf einer Wiese und schaut gemeinsam in ein Buch

Welttag des Buches – Lesen stärkt das Gedächtnis


Auf die Plätze, fertig, los zum Bücherregal – am 23. April ist Welttag des Buches! Dieser von der UNESCO ins Leben gerufene Tag feiert die Freude am Lesen und die Bedeutung von Büchern für unsere Kultur und Gesellschaft. Zelebriert wird auf viele Arten: Zum Beispiel überreichen an ausgewählten Orten in ganz Deutschland Zustellerinnen und Zusteller der Deutschen Post kostenlos Bücher an über 1.000 Menschen! Doch das Lesen ist nicht nur für unsere Bildung wichtig: Es hat auch einen positiven Einfluss auf unser Gehirn und unser Gedächtnis. Damit trägt es als entscheidender Faktor zu unserem Wohlbefinden bei. 


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Lesen – Training für das Gehirn

Bücher, Zeitungen oder Magazine zu lesen, ist mehr als nur Unterhaltung. Es ist ein mentales Training, das unserem Gehirn auf vielfältige Weise guttut. Studien belegen, dass regelmäßiges Lesen die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert und das Risiko altersbedingter kognitiver Beeinträchtigungen reduzieren kann1,2. Es ist wie ein Jungbrunnen für unsere grauen Zellen.


So beeinflusst Lesen unser Gedächtnis

Lesen stimuliert verschiedene Bereiche des Gehirns, darunter die für Sprache, Gedächtnis und Vorstellungskraft zuständigen Regionen3. Beim Lesen müssen wir uns konzentrieren, Informationen verarbeiten und Zusammenhänge herstellen. Das stärkt unsere kognitive Flexibilität und unser Gedächtnis4. Durch das Eintauchen in Geschichten trainieren wir unser Einfühlungsvermögen und erweitern unseren Horizont. Forschungen deuten darauf hin, dass regelmäßiges Lesen im Laufe des Lebens dazu beitragen kann, den kognitiven Abbau im Alter zu verlangsamen und das Risiko von Demenz zu verringern5. Lesen hält unser Gehirn aktiv und flexibel und fördert die Bildung neuer neuronaler Verbindungen.


Welttag des Buches – Anlass, die Leselust wiederzuentdecken

Der Welttag des Buches ist eine wunderbare Gelegenheit, die Freude am Lesen wiederzuentdecken oder zu vertiefen. Ganz gleich, ob Sie sich für spannende Romane, informative Sachbücher oder inspirierende Biografien begeistern – tauchen Sie ein in die Welt der Bücher und tun Sie Ihrem Gehirn und Ihrem Gedächtnis etwas Gutes. Schon wenige Minuten Lesen am Tag können einen positiven Effekt haben. Wir haben Ihnen 10 Bücher aus den unterschiedlichen Genres zusammengestellt, die Ihre Leselust wecken können und Sie in neue Welten entführen. Viel Spaß dabei!


  • "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson (2009): Humorvoller Roman, der die Lebensfreude und den Mut zum Neuanfang feiert.
  • "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde (2015): Spannender Roman, der die Bedeutung der Natur und die Verbindung zwischen Mensch und Umwelt thematisiert.
  • "Eleanor Oliphant ist völlig in Ordnung" von Gail Honeyman (2017): Einfühlsame Geschichte über Einsamkeit und die Suche nach Zugehörigkeit.
  • "Das Gedächtnis: Wie es funktioniert und was wir dafür tun können" von Martin Korte (2017): Informatives und verständliches Buch über die Funktionsweise des Gedächtnisses und Tipps zur Verbesserung der Gedächtnisleistung.
  • "Glück kommt selten allein..." von Eckart von Hirschhausen (2010): Humorvolle und wissenschaftlich fundierte Einblicke in die positive Psychologie und das Glück.
  • "Becoming" von Michelle Obama (2018): Inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der USA.
  •  "Der Junge muss an die frische Luft" von Hape Kerkeling (2014): Berührende Autobiografie des bekannten Entertainers.
  • "Die Therapie" von Sebastian Fitzek (2006): Spannender Psychothriller, der die Leserinnen und Leser in Atem hält.
  • "Das Salz der Erde" von Joe Abercrombie (2016): Epischer Fantasy-Roman, der in einer mittelalterlichen Welt spielt. (Für Fantasy-affine Leserinnen und Leser)
  • "Die Gedichte" von Hilde Domin (2009): Ausgewählte Gedichte, die zum Nachdenken anregen.

Quellen
1 Fields, R. D. (2008). White matter matters. Scientific American, 298(3), 54-61.
2 Wilson, R. S., Mendes de Leon, C. F., Barnes, L. L., Schneider, J. A., Bennett, D. A., Evans, D. A., & Boyle, P. A. (2002). Participation in cognitively stimulating activities and risk of incident Alzheimer disease. Journal of the American Medical Association, 287(6), 742-748.
3 Willingham, D. T. (2009). Why don't students like school?: A cognitive scientist answers questions about how the mind works and what it means for the classroom. John Wiley & Sons.
4 Stanovich, K. E., & Cunningham, A. E. (1992). Studying the consequences of literacy within a literate society: The cognitive correlates of print exposure. Memory & Cognition, 20(1), 51-68.
5 Verghese, J., Lipton, R. B., Katz, M. J., Hall, C. B., Derby, C. A., Kuslansky, G. & Fried, L. P. (2003). Leisure activities and the risk of dementia in the elderly. The New England Journal of Medicine, 348(25), 2508-2516.

 


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