Gehirn-Mythen-Check
Testen Sie Ihre grauen Zellen und entlarven Sie gemeinsam mit uns die hartnäckigsten Gehirn-Mythen!
Viel Vergnügen beim Entdecken!
1. Aussage: Wir nutzen nur 10% unseres Gehirns.
Falsch
Hintergrund: Dieser Mythos ist weit verbreitet, aber wissenschaftlich nicht haltbar. Gehirnscans zeigen, dass wir nahezu alle Bereiche unseres Gehirns nutzen, wenn auch nicht immer gleichzeitig. Selbst bei einfachen Tätigkeiten sind viele Gehirnbereiche aktiv.
2. Aussage: Im Schlaf werden wir klüger, weil das Gehirn neue Informationen verarbeitet und festigt.
Wahr
Hintergrund: Schlaf ist entscheidend für die Gedächtniskonsolidierung und die Lernprozesse. Während des Schlafs werden Informationen vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis übertragen, neuronale Verbindungen gestärkt und unwichtige Informationen gelöscht. Dies verbessert die Lernfähigkeit und das Erinnerungsvermögen.
3. Aussage: Das Gehirn ist das viertgrößte Organ des menschlichen Körpers.
Wahr
Hintergrund: Nach Gewicht ist das Gehirn tatsächlich eines der größten Organe. Die Haut ist das größte Organ, gefolgt von der Leber und den Lungen (als Paar betrachtet). Das Gehirn liegt mit einem Durchschnittsgewicht von etwa 1,3 bis 1,4 Kilogramm an vierter Stelle.
4. Aussage: Erwachsene können keine neuen Gehirnzellen mehr bilden.
Falsch
Hintergrund: Lange Zeit glaubte man, dass die Anzahl der Gehirnzellen im Erwachsenenalter feststeht. Heute wissen wir, dass in bestimmten Bereichen des Gehirns (z. B. im Hippocampus, der für Lernen und Gedächtnis wichtig ist) auch im Erwachsenenalter neue Neuronen entstehen können. Dieser Prozess wird Neurogenese genannt und kann durch Bewegung und geistige Aktivität gefördert werden.
5. Aussage: Kreuzworträtsel und Sudoku können eine Demenz verhindern.
Falsch
Hintergrund: Geistige Aktivitäten wie Kreuzworträtsel und Sudoku können eine Demenz zwar nicht komplett verhindern, jedoch können sie die kognitive Reserve stärken und so die Abbauprozesse verzögern. Eine Kombination aus geistiger, körperlicher und sozialer Aktivität sowie einer gesunden Ernährung zur Förderung der Gehirngesundheit ist daher ratsam.
6. Aussage: Das Gehirn kann sich auch im Alter noch an neue Fähigkeiten anpassen und diese erlernen.
Wahr
Hintergrund: Die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und neue Verbindungen zu bilden (die sogenannte neuronale Plastizität), bleibt auch im höheren Alter erhalten. Das Erlernen einer neuen Sprache, eines Instruments oder einer komplexen Fähigkeit kann die Gehirnleistung stimulieren und die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegen Krankheiten stärken.
7. Aussage: Das Gehirn empfindet selbst keinen Schmerz.
Wahr
Hintergrund: Obwohl das Gehirn Schmerzreize aus dem Körper verarbeitet und uns Schmerz empfinden lässt, enthält das Gehirn selbst keine Schmerzrezeptoren. Deshalb können Neurochirurgen Operationen am Gehirn durchführen, während der Patient bei Bewusstsein ist, ohne dass dieser Schmerzen am Gehirn selbst empfindet. Schmerzen bei Kopfoperationen kommen von den umliegenden Geweben wie der Kopfhaut oder den Hirnhäuten.
8. Aussage: Multitasking ist eine effiziente Methode, um mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen.
Falsch
Hintergrund: Das Gehirn ist nicht wirklich in der Lage, mehrere komplexe Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten. Stattdessen wechselt es sehr schnell zwischen den Aufgaben hin und her. Dies führt oft zu einer geringeren Effizienz, mehr Fehlern, einem höheren Stresslevel und einer längeren Gesamtbearbeitungszeit, da jedes Umschalten Zeit und kognitive Ressourcen kostet.
9. Aussage: Ein Schlag auf den Kopf kann Gedächtnisverlust verursachen, der dauerhaft ist.
Wahr
Hintergrund: Traumatische Hirnverletzungen können je nach Schweregrad und betroffener Region zu dauerhaften Gedächtnisproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Persönlichkeitsveränderungen und anderen kognitiven Beeinträchtigungen führen. Die Auswirkungen können von leicht bis schwer reichen und sind nicht immer reversibel.
10. Aussage: Das Gehirn verbraucht einen Großteil der gesamten Körperenergie.
Wahr
Hintergrund: Obwohl es nur etwa 2% des Körpergewichts ausmacht, ist das Gehirn ein enorm energiehungriges Organ. Es verbraucht rund 20-25% der gesamten Energie (in Form von Glukose und Sauerstoff) des Körpers, selbst im Ruhezustand. Diese Energie wird für die Aufrechterhaltung der neuronalen Aktivität, die Signalübertragung und die Zellfunktionen benötigt.

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