Weitergedacht: Kleine Helfer gegen Vergesslichkeit

Es muss nicht immer ein Post-it sein – denn es gibt viele weitere Merkhilfen, die den Alltag erleichtern.

 

Die hilfreichen kleinen gelben Klebezettel wurden 1974 erfunden und sind seit dem wohl die populärste Erinnerungsstütze. Mittlerweile gibt es sie in allen erdenklichen Formen und Farben, vom leuchtend pinken Pfeil bis zum grünen Schmetterling, und man findet sie überall klebend, vorzugsweise an Pinnwänden, Bildschirmen, Spiegeln und Notizbüchern. Aber neben Post-its gibt noch es viel mehr Hilfestellungen im Alltag, welche die Erinnerung unterstützen.

Diese Bildstrecke zum Durchklicken stellt 10 Tipps und Tricks vor, die helfen, sich Dinge im Alltag besser zu merken. Um zum nächsten Bild zu gelangen, klicken Sie einfach auf die Pfeile links oder rechts. 



geöffneter Kalender mit eingetragenem Termin

Kleine Helfer

Mit einem Kalender alles im Blick!

Mit einem Kalender an der Wand oder auch als Terminplaner-Notizbuch hat man immer alles im Blick – alle Geburtstage, alle Arzttermine und alle Verabredungen. Am besten platziert man den Kalender an Orten, an denen man täglich vorbeikommt, beispielsweise in der Küche, so dass man schon am Frühstück erinnert wird, was heute alles wesentlich ist. Kalender mit mehreren Spalten sind nicht nur hilfreich für Familien: Die Spalten lassen sich auch anders nutzen, zum Beispiel für Geburtstage, Verabredungen, Arzttermine und alles was sonst noch wichtig ist. So hat man jederzeit alles im Blick und sogar noch Raum für kurze Notizen.

Schlüsselbrett mit einem Schlüssel am Hacken

Kleine Helfer

Feste Plätze definieren

Der Schlüssel hängt am Haken, die Brille liegt immer neben dem Bett und das Handy immer in der Schale auf der Kommode. Feste Plätze für Dinge zu schaffen, ist nicht nur eine Grundregel der Ordnung, sondern erleichtert das gesamte Leben ungemein. Denn wer verbringt seine Zeit schon gern mit lästigem Suchen? Und für den Falle eines Falles, dass doch Dinge immer wieder mal scheinbar unauffindbar verschwinden, gibt es praktische Alltagshilfen: Der Schlüsselfinder reagiert beispielsweise mit Pieptönen auf Pfeifen, so kann der Schlüssel leicht geortet werden.

Taschentuch mit Knoten

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Knoten im Taschentuch

Stofftaschentücher benutzt heute kaum jemand mehr – doch das Prinzip hat sich bewährt: Wenn man sich selbst daran erinnern möchte, dass man an etwas denken will, dann hilft es, einen kleinen „Störer“ als Erinnerungshilfe in den Alltag einzubauen. Am besten funktioniert dies, wenn man einen direkten Bezug zum Thema oder zum Ort schafft, an dem man an etwas denken möchte. Dies kann zum Beispiel ein Sofakissen sein, welches man morgens auffällig mitten auf dem Couchtisch platziert, um sich daran zu erinnern, dass man am Abend noch den Anruf bei Freunden tätigen will, bevor man es sich vor dem Fernseher gemütlich macht.

Smartphone in Alltagssituation, auf dem Display eine Shopping Liste

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Smartphone als täglicher Begleiter

Es ist der tägliche Begleiter zum Kommunizieren und oft auch zum Fotografieren, das Smartphone kann aber noch viel mehr. Es trägt seinen Namen nicht umsonst – sondern weil es viele smarte Funktionen bietet, die den Alltag erleichtern. Wer ein Smartphone nutzt, kann viele Anwendungen als wertvolle Alltagshelfer heranziehen: Kalendereinträge auf dem Smartphone können mit Erinnerungsfunktion versehen werden, sodass es uns rechtzeitig an bevorstehende Termine erinnert. Ohne Stift und Papier können unterwegs Notizen oder Einkaufslisten angelegt werden (z. B. über die im App-Store zum Herunterladen verfügbare App Wunderlist). Und Wecker und Timer unterstützen im Zeitmanagement. Außerdem gibt es Trainings-Apps wie NeuroNation, mit denen das Gedächtnis unterstützt werden kann.

Megaphone in der Hand

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Dinge laut aussprechen

Im Alltag sind wir gedanklich oft schon bei der nächsten Sache und versuchen, alles gleichzeitig zu erledigen. Unser Gehirn kann sich aber nur auf eine Sache konzentrieren und ist mit Multitasking überfordert, weshalb dies schnell zur „Schusseligkeit“ führt. Und dann fragt man sich unterwegs, ob man den Herd wirklich ausgemacht und die Tür abgeschlossen hat. Lautes Aussprechen hilft, sich zu vergegenwärtigen, was man erledigt hat und sich dann bewusster daran zu erinnern. Wenn man also das Bügeln beendet, sagt man laut „Ich mache das Bügeleisen aus und ziehe den Stecker.“

Paar mit Stadtkarte in den Händen

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Die Loci-Methode

Ist gerade kein Post-it oder Zettel zur Hand, kann diese Methode einfach angewendet werden. Sie lohnt aber auch so als Gedächtnistraining. „Loci“ leitet sich vom lateinischen Wort locus für „Ort“, „Stelle“ oder „Platz“ ab. Daher spricht man gelegentlich auch von „Lokalisationstechnik“ oder „Routenmethode“. Sie machen einen gedanklichen Spaziergang entlang einer festgelegten Route, z. B. wandern Sie durch Ihre Wohnung. Entlang dieser Route verknüpfen Sie Orte mit Dingen, die Sie sich merken wollen z. B. hängen die Bananen, die eingekauft werden sollen, an der Garderobe und vor der Wohnzimmertür steht die Milch und auf dem Sofa wird das Brot „abgelegt“. So lassen sich im Supermarkt gedanklich alle Punkte wieder abrufen.

Schreibsituation mit Stift und Block

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Notizblock und Stift

Wie ein chinesisches Sprichwort sagt „Die blasseste Tinte ist besser als das beste Gedächtnis“, sollte man sich Dinge, die man sich unbedingt merken möchte, immer aufschreiben. Beim Schreiben werden zusätzliche Sinneseindrücke, die Motorik und der Sehsinn, aktiviert. Das Gehirn kann sich Dinge, die über mehrere Sinne wahrgenommen werden, besser behalten. Wer den komplizierten Namen der neuen Nachbarin in Schönschrift konzentriert auf einem Blatt Papier notiert hat, dem fällt er auch bei der nächsten Begegnung im Treppenhaus leichter wieder ein. Auch neben dem Bett ist ein guter Platz für Notizblock und Stift. Gedanken, die vor dem Einschlafen oder in der Nacht auftauchen, kann man sich so einfach für den nächsten Morgen notieren und dann ruhig schlafen.

Wasserkaraffe mit sprudelndem Wasser und Früchten gefüllt

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Trinken nicht vergessen!

Viel zu Trinken ist wichtig und kann helfen, das Gedächtnis leistungsfähig zu halten. Mindestens eineinhalb Liter sollten es täglich sein, bei sportlichen Aktivitäten oder schwerer körperlicher Arbeit sogar zwei bis drei Liter. Im hektischen Alltag ist das für viele gar nicht so einfach. Eine gute Idee ist es da, eine gefüllte Wasserflasche an einen festen Platz zu stellen (z. B. auf den Esstisch) und auch für unterwegs immer eine kleine Flasche einzupacken, die bestenfalls beim Heimkommen leer ist. Zuhause kann Leitungswasser einfach mit einem Wassersprudler aufbereitet werden. Zudem ist es mit Zitrone oder Pfefferminze versetzbar, denn mit Früchten oder Kräutern aromatisiertes Wasser animiert dazu, häufiger zu trinken.

Türgriff mit Regenschirm

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Die Tür als Erinnerungsstütze

In der Wettervorhersage heißt es, dass der Tag sonnig startet, aber später wohl Regen aufzieht? Am besten gleich den Schirm an die Haustürklinke hängen, damit man ihn am nächsten Tag nicht vergisst. Generell bietet sich die Tür an, kleine Erinnerungen anzubringen (z. B. eine Checkliste „Schlüssel, Geldbeutel, Handy, Herd aus“), damit man beim Gehen noch mal überprüfen kann, ob man nichts vergessen hat. Dinge, die man am nächsten Tag mitnehmen möchte, wenn man aus dem Haus geht, z. B. die ausgeliehene Tupperschüssel der Nachbarin, können direkt davor gestellt werden.

Ältere Dame mit Puzzleteil in der Hand

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Merkfähigkeit gezielt trainieren!

Die Merkfähigkeit kann gezielt trainiert werden. Klassischerweise greift man da zum Kreuzworträtsel. Auch die vorgestellte Loci-Methode eignet sich bestens dafür. Es gibt darüber hinaus aber noch viel mehr Möglichkeiten, das Erinnerungsvermögen zu verbessern.

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Ältere Dame beim Kochen

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Kochen als Erfolgsrezept für das Gedächtnis

Zudem haben Alltagstätigkeiten, wie zum Beispiel das Kochen, positive Auswirkungen auf das Erinnerungsvermögen. Beim Zubereiten muss man sich einerseits an das Rezept und die Reihenfolge der Zutaten erinnern und kann andererseits gleichzeitig kreativ sein. Auf diese Weise werden beide Hirnhälften, die analytische linke und die kreative rechte, beansprucht. Kochen ist demnach ein Erfolgsrezept für ein gutes Gedächtnis.

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